Vorwort
Die drei Schriften, die das
vorliegende Werk bilden, wurden von Silo in Mendoza (Argentinien)
geschrieben.
Der Innere Blick wurde im Spätherbst des Jahres 1972
abgeschlossen und im August 1988 überarbeitet. Die Innere
Landschaft wurde ihrerseits im Winter 1981 fertiggestellt
und ebenso im August 1988 einigen Veränderungen unterzogen.
Die Menschliche Landschaft schließlich wurde vollständig
im Oktober desselben Jahres verfasst.
Zwischen der ersten Veröffentlichung von Der Innere Blick
und seiner Überarbeitung sind 16 Jahre vergangen. In
diesem Zeitraum zirkulierte das Buch in zahlreichen Sprachen
in Ost und West, was den persönlichen und brieflichen
Kontakt des Autors mit Lesern verschiedener Breitengrade anregte.
Diese Tatsache hat sicher zu seiner Entscheidung beigetragen,
einige Kapitel des Buches abzuändern, und zwar nicht
zuletzt deswegen, weil es durch die verschiedenen kulturellen
Substrate, zu denen das Werk gelangte, zu unzähligen
Unterschieden in der Interpretation der Texte kam. Es gab
sogar einzelne Worte, deren Übersetzung äußerst
schwierig war und die dabei auch in ihrem Sinn verfälscht
wurden, mit dem sie ursprünglich gebraucht worden waren.
Das eben Gesagte gilt gleichermaßen für Die Innere
Landschaft, auch wenn in diesem Fall sieben Jahre zwischen
der Originalfassung und dem überarbeiteten Text liegen.
Möglicherweise war es der Plan des Autors, diese «Aktualisierung»
der beiden ersten Bücher vorzunehmen, um diese dann gemeinsam
mit dem dritten Buch zu einem Werk zusammenzufügen. Man
beobachte nur, dass die Abänderungen im August 1988 vorgenommen
wurden und nur zwei Monate danach das dritte Buch fertig vorlag,
das unter dem Titel Die Menschliche Landschaft die grundlegenden
Stilmerkmale der ersten beiden Schriften beibehält. Im
Unterschied zu diesen hebt die dritte Schrift jedoch besondere
Aspekte der kulturellen und gesellschaftlichen Welt hervor.
So erzeugt sie eine Wendung in der Behandlung der Themen,
von der unvermeidlicherweise alle Bestandteile dieses literarischen
Körpers betroffen sind, den wir jetzt unter dem Titel
Die Erde menschlich machen kennen.
Andere Erzeugnisse Silo’s, deren Stil sich völlig
von der poetischen Prosa unterscheidet, leiden nicht unter
den Schwierigkeiten, die wir hier dargestellt haben. Ihre
Zusammenstellung oder Einzelveröffentlichung erzeugt
auch nicht diese stilistische Wechselwirkung mit dem Rest
seines Werkes, die im vorliegenden Fall unvermeidlich ist.
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